Terrakottafarbene Dächer, charakteristische Backsteinfassaden, Rundbögen und mediterran anmutende Gärten verleihen Clisson einen ganz besonderen Charme. Wer durch die kleine Stadt im Westen Frankreichs spaziert, fühlt sich dabei weniger an die Loire-Atlantique als vielmehr an die Landschaften der Toskana erinnert.
Dass Clisson heute dieses beinahe italienische Flair versprüht, ist kein Zufall. Nach den schweren Zerstörungen während der Französischen Revolution und der Vendée-Kriege erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert ein neues architektonisches Gesicht. Maßgeblich geprägt wurde diese Entwicklung von den Brüdern Cacault und dem Bildhauer François-Frédéric Lemot, die von ihrer Italienbegeisterung inspiriert waren. Sie schufen eine romantische, von italienischen Vorbildern beeinflusste Stadtlandschaft, die Clisson bis heute unverwechselbar macht.
Einen eindrucksvollen Kontrast dazu bildet das Château de Clisson. Auf einem Felsvorsprung über der Sèvre Nantaise thront die imposante mittelalterliche Festung und erinnert an die bewegte Geschichte der Stadt. Einst nahm Clisson eine strategisch bedeutende Stellung an der südlichen Grenze des Herzogtums Bretagne ein. Die Ursprünge der Burg reichen weit ins Mittelalter zurück. Mit ihren mächtigen Mauern und Türmen zählt sie heute zu den markantesten historischen Sehenswürdigkeiten Clissons.

Last Updated on 13. August 2026 by mizzipalumi