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Menschen im Nebel

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Was bleibt von einer Skulptur, wenn man sie nicht berühren, nicht festhalten und nicht einmal genau sehen kann? Die japanische Künstlerin Fujiko Nakaya stellt mit ihren berühmten Nebelskulpturen genau diese Frage – und macht aus einem flüchtigen Naturphänomen ein faszinierendes künstlerisches Erlebnis.

Nakaya, 1933 in Sapporo geboren, beschäftigt sich seit den 1970er-Jahren mit Nebel als künstlerischem Medium. Ihre erste „Fog Sculpture“ entstand 1970 für die Expo ’70 in Osaka. Mithilfe von Hochdruckpumpen und feinsten Düsen erzeugt sie aus reinem Wasser einen künstlichen Nebel, der sich ständig verändert und dabei auf Wind, Temperatur und die Umgebung reagiert.

Auch in der Bourse de Commerce in Paris wurde der Nebel zum eigentlichen Material der Kunst. Mit Cloud #07156 verwandelte Nakaya diesen Sommer die imposante Rotunde in einen geheimnisvollen, kaum greifbaren Raum. Besucherinnen und Besucher tauchten in eine dichte weiße Wolke ein, wurden selbst Teil der Installation und verschwanden für Augenblicke aus dem Blickfeld.

Last Updated on 8. September 2026 by mizzipalumi

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